Die Idee
Ich hatte Glück. Ich arbeitete in einer verlässlichen und bodenständigen Internetagentur, während um mich herum Venturekapital verbrannt und Börsengänge geplant wurden. Ich arbeitete noch immer in dieser Agentur, als die meisten dieser Firmen bereits Insolvenz anmeldeten.
Die Branche war wenig verschwiegen und man bekam oft mit, was in anderen Agenturen ablief, wo nicht selten Größenwahn, Gier und geringe Mitarbeiterqualifikation den Arbeitsalltag prägten. So entstand die Idee zu Cherry on the Cake: eine fiktive Geschichte über das Leben und Arbeiten in kleinen Werbeagenturen.
Das Buch
Ende der 90er Jahre kam es zu einer geheimen Vereinbarung unter den Angestellten von Werbeagenturen. Beschlossen wurde, dass zur Grundausstattung jedes Mitarbeiters eine lässige Über-die-Schulter-häng-Tasche, Sonnenbrille und Gelfrisur zu gehören habe. Technischem Personal wurde abweichend dazu gestattet, den Dresscode um dunkelbraune Cordhosen zu erweitern. Wer hingegen zweifelsfrei als Kreativer erkannt werden wollte, legte unsinnige Kurzstrecken auf einem überteuerten Kickboard zurück oder lehnte zumindest sein hippes Mountainbike während der Arbeit gegen seinen Schreibtisch.
Stefan Wagner, 27 Jahre alt und Projektmanager einer kleinen Werbeagentur, hat Angst um seinen Job. Kunden springen ab, neue Aufträge sind kaum in Sicht und die Stimmung zwischen den Kollegen verschlechtert sich täglich. Warum also nicht die sich plötzlich bietende Chance nutzen und etwas Geld hinzuverdienen?
Der Autor
Karsten Buth, 1977 in Hamburg geboren, arbeitete während und nach seinem Soziologiestudium als HTML-Producer, Konzeptioner und Projektmanager. 2006 gründete er die KABELWELTEN Internetagentur.
Die im Buch dargestellten Agenturumstände musste er selbst nicht kennenlernen. Dafür ist er sehr dankbar.